Ingeborg Bachmann
Ingeborg Bachmann wurde am 25. Juni 1926 in Klagenfurt (Österreich) geboren. Sie war Schriftstellerin und schrieb meistens Romane, Novelle und Gedichte. 1973 starb sie in Rom in Folge eines Brandunfalls.
Malina
« Malina » wurde 1971 veröffentlicht. « Malina » ist ein Roman der die Trilogie « Todesarten » schließt. Der Stil und die ästhetische Schriftart sind sehr komplex und abwechslungsreich. Der Roman ist ein Montage und eine Mischung zwischen Briefen, Telefongespräche, Träume, Dialogen, Interviews und Märchen. Dazu gibt es zahlreiche Hinweise, Zitate und Bezüge auf literarische und musikalische Werke. Diese Komplexität verkörpert wahrscheinlich die Komplexität der Ich-Erzählerin, die mehrere Identitäten zu haben scheint.
Das Buch wurde 1991 von Werner Schroeter verfilmt, mit dem Titel « Malina, ein Filmbuch », mit der französischen Schauspielerinn Isabelle Huppert in der Rolle der Ich-Figur.
Die Figuren
Ich
Sie ist eine österreichische Schriftstellerin und strebt nach einem ''schönen Buch'' zu schreiben. die Figuren sind am Anfang des Romans schnell skizziert: « Augen br., Haare bl., geboren in Klagenfurt (...) wohnhaft Ungargasse 6, Wien III. »1 Sie ist die Erzählerin des Romans.
Ivan
Er ist Grieche und hat zwei Kinder. Er ist die großeLiebe der Ich-Figur. « geboren 1935 in Ungarns, Pécs (...). lebt seit einigen Jahren in Wien und geht einer geregelten Arbeit nach, (...) »2
Malina
Er ist vierzig3 und lebt mit der Ich-Figur zusammen. Mal hat er die wirtschaftliche Rolle – er geht zur Arbeit und verdient das Geld – und mal ist er Psychologe, wenn er mit der Ich-Figur redet. Er scheint der Doppel-Gänger der Ich-Figur zu sein. Er steht im Vordergrund des Romans.
Der Vater
Er ist der Vater der Ich-Figur, der meistens als grausam und gewaltsam im Traumkapitel « Der dritte Mann » dargestellt wird. Er ist nur in Erinnerungen der Ich-Figur anwesend.
Zusammenfassung
Der Roman ist in drei Teile geteilt: « Glücklich mit Ivan », « Der dritte Mann », « Von letzten Dingen », und ist von einer « Ich-Erzählerin » erzählt.
Glücklich mit Ivan
Die Ich-Figur erzählt von ihrem Alltag mit ihrem Geliebten Ivan.
Der Dritte Mann
Das ist das sogenannte « Traumkapitel » oder « Schlüsselkapitel ». Die Ich-Erzählerin versucht sich an zu erinnern, was die Ursachen ihrer Störungen sind. Es geht meistens um Kindheitserinnerungen und um ihren grausamen Vater, die über sie Gewalt ausübt. Malina spielt hier die Rolle des Psychologen, um der Ich-Figur eine Deutung ihrer Träume zu finden.
Von letzten Dingen
Die Ich-Figur entfernt sich von Ivan und wirkt immer mehr verzweifelt. Malina nimmt immer mehr Platz in ihrem Leben ein. Am Ende ist die Situation ausweglos und Malina tötet das „Ich“. « Es war Mord. »5
In dieser Arbeit werde ich die Problematik der Weiblichkeit und der Männlichkeit in dem Roman « Malina » von Ingeborg Bachmann vergleichen. Wie ist die Stellung der Frau in der Gesellschaft? Wie sind die Geschlechtsverhältnisse dargestellt? Was sind die Unterschiede und die Merkmale der beiden Geschlechter?
Meine Arbeit wird in drei Teile geteilt: Ivan – Das Motiv der weiblichen Liebe, Malina – Das Motiv der männlichen Vernunft und Die Figur des Vaters – Das Motiv der männlichen Gewalt.
1 Malina (2004), Bachmann, S. 10
2 Ebd. S. 9
3 Ebd. S. 9
5 Ebd. S. 338